Vita Classic - Anlagereporting per 30. Juni 2018

Vita Classic - Anlagereporting per 30. Juni 2018

Im zweiten Quartal bewegten geopolitische Unsicherheiten die Finanzmärkte. Das Berichtsquartal lief gut an. Die Performance büsste aber in dessen Verlauf an Terrain ein. Schlussendlich resultierte noch eine kleine positive Rendite von 0,13 Prozent.

Finanzmärkte

Die Erhebung von Strafzöllen durch die USA sowie die politische Entwicklung in Italien haben das Vertrauen der Anleger im zweiten Quartal belastet. Dennoch wuchs die Weltwirtschaft weiterhin in einem soliden Tempo.

Ende Mai entschied die Trump-Regierung, gegenüber China, der Europäischen Union, Kanada und Mexiko Schutzzölle zu verlangen. Auf Lieferungen von Stahl wurde ein Satz von 25 Prozent und auf Aluminiumlieferungen ein Satz von 10 Prozent erhoben. US-Präsident Trump begründete diese protektionistischen Massnahmen mit dem Schutz der «nationalen Sicherheit». Darauf drohten die betroffenen Länder mit Vergeltungsmassnahmen gegen die USA. Trotz des Handelskonflikts war die US-Wirtschaftsdynamik nach wie vor stark. Die Einkaufsmanagerindizes bestätigten ein weiterhin positives Geschäftsklima und die Arbeitslosenquote fiel auf den niedrigsten Stand seit April 2000. Aufgrund der starken wirtschaftlichen Aktivität und des langsamen Anstiegs der Inflation hob die US-Notenbank den Leitzins auf 1,75 bis 2 Prozent an und stellte zwei weitere Zinserhöhungen für dieses Jahr in Aussicht.

In der Eurozone stand Italien vor einer politischen Krise, dies nachdem Staatspräsident Sergio Mattarella den Koalitionsvertrag der Fünf-Sterne-Bewegung und Lega aufgrund der Nominierung eines euroskeptischen Kandidaten für das Amt des Finanzministers per Veto verhindert hatte. Doch obwohl man sich am Ende auf einen Kompromiss-kandidaten als Finanzminister einigen konnte, gerieten die europäischen Aktienmärkte unter Druck. Die Wirtschaftsdynamik der Eurozone geriet im zweiten Quartal ins Stocken. Trotzdem deuten verschiedene Wirtschaftsindikatoren weiterhin auf ein solides Wirtschaftswachstum hin. In diesem Umfeld kündigte die Europäische Zentralbank (EZB) eine Drosselung der Wertpapierkäufe im zweiten Halbjahr an. Gleichzeitig versicherte sie aber auch, mit der Erhöhung der Zinsen noch über ein Jahr zu warten.

Die Wirtschaftsdaten der Schweiz waren nach wie vor stabil, auch wenn einige Wirtschaftskennzahlen nicht mehr die Höchststände des ersten Quartals erreichten. Der Fertigungssektor erlebte nach wie vor einen Boom und die Lage am Arbeitsmarkt verbesserte sich, was die Dynamik der Binnenkonjunktur weiterhin stützte. Erwartungsgemäss behielt die Schweizerische Nationalbank (SNB) ihren geldpolitischen Kurs im Rahmen ihrer vierteljährlichen Sitzung bei. Die Zentralbank betonte erneut, dass der Schweizer Franken überbewertet sei und negative Zinssätze sowie die Möglichkeit zur Intervention an den Devisenmärkten zum Schutz der Erholung noch immer erforderlich seien. Der Franken stieg infolge der politischen Risiken in Italien und der Sorge um den US-Protektionismus.

Portfoliorendite (zweites Quartal)

Das Berichtsquartal lief gut an, die Performance musste aber in dessen Verlauf Federn lassen, sodass schliesslich noch eine kleine positive Rendite von 0,13 Prozent übrig blieb.

Anlagereporting der Sammelstiftung Vita per 30. Juni 2018