Vita Classic - Anlagereporting per 31. März 2018

Vita Classic - Anlagereporting per 31. März 2018

Das erste Quartal an den globalen Aktienmärkten war unruhig. Durch den leicht positiven Beitrag des März ergab sich für das erste Quartal insgesamt ein Plus von 0,74 Prozent.

Finanzmärkte

Die Phase des anhaltenden Aufwärtstrends der globalen Aktienmärkte fand Ende Januar ihr Ende und es kam zur schärfsten Korrektur seit Jahren. Die Verkaufswelle wurde durch die Angst verursacht, dass die US-Notenbank die Zinsen schneller erhöht als bisher angenommen. Denn steigende Zinsen erhöhen die Kapitalkosten der Unternehmen und können sich negativ auf die Aktienkurse auswirken. Danach belasteten die Sorgen über einen Handelskonflikt der USA mit China sowie Negativmeldungen verschiedener IT-Unternehmen (z. B. Datenskandal bei Facebook) die globalen Aktienmärkte. Erstmals seit Langem stieg die Volatilität (Risiko) an den Aktienmärkten wieder deutlich an. Trotz Unsicherheiten an den Aktienmärkten sollte gemäss Ökonomen der Wachstumstrend der Weltwirtschaft auch 2018 anhalten.

In den USA waren das Geschäfts- sowie das Konsumklima nach wie vor hoch. Im Februar kletterte der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe auf den höchsten Stand seit 2004 und deutete damit auf eine Fortführung des soliden Wachstumstrends der US-Wirtschaft hin. Die Inflationssorgen von Anfang Jahr legten sich gegen Ende des Quartals, auch weil sich das Lohnwachstum im Februar abschwächte. Erwartungsgemäss hob die US-Notenbank die Zielspanne für den Leitzins um 0,25 Prozent auf 1,5 bis 1,75 Prozent an und stellte für das Jahr 2018 zwei weitere Zinserhöhungen in Aussicht. Trotz der positiven Wirtschaftslage erlebte der Aktienmarkt aufgrund der Sorgen der Anleger um einen bevorstehenden Handelskrieg zwischen den USA und China weitere Ausverkäufe. Auch wenn von Ökonomen keine bedeutsame Eskalation der Situation erwartet wird, sind die Risiken doch gestiegen und könnten das Wirtschaftsklima belasten, wenn die Unsicherheit weiterhin bestehen bleibt.

Gemessen am Einkaufsmanagerindex der Eurozone fiel das Geschäftsklima im März deutlich, nachdem es auch schon im Februar gesunken war. Dabei ist jedoch zu beachten, dass das Geschäftsklima von einem aussergewöhnlich hohen Niveau gefallen ist und dem soliden Wirtschaftswachstum der Eurozone immer noch entspricht. Tatsächlich deutete die EZB an, dass sie sich inzwischen darauf konzentriert, wann und in welchem Tempo sie 2019 die Zinsen anhebt. Bei den Wahlen in Italien schnitten die Populisten besser ab als erwartet. Da aber eine Koalition gebildet werden muss, werden extremistisch politische Kurse eingedämmt.

Ende März hat die Konjunkturforschungsstelle KOF die Wirtschaftsprognose für die Schweizer Wirtschaft erhöht. Die KOF-Ökonomen rechnen neu mit einem BIP-Wachstum von 2,5 Prozent (zuvor 2,3 Prozent). Erwartungsgemäss hat die SNB ihren geldpolitischen Kurs im März beibehalten. Sie betonte erneut, dass der Franken nach wie vor überbewertet ist und die Lage am Devisenmarkt fragil bleibt.

Portfoliorendite (erstes Quartal)

Der gute Jahresstart war von kurzer Dauer, denn nach einem positiven Januar (+0,42 Prozent) zog der Februar die Gesamtperformance mit -1,21 Prozent in den negativen Bereich. Durch den kleinen positiven Beitrag des März (0,06 Prozent) ergab sich für das erste Quartal insgesamt ein Plus von 0,74 Prozent.

Anlagereporting der Sammelstiftung Vita 31. März 2018